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Die Nacht neigte sich langsam aber sicher ihrem Ende zu. Ein sanfter Windhauch umfing die Person, die einsam und verlassen an der Reling stand und ihren Gedanken nachhing. Den Kopf auf das Handgelenk gestützt schweifte ihr Blick in die Ferne, dem nahenden Sonnenaufgang entgegen.
Ein leichtes seufzen entwich ihren Lippen und zeriss die Stille der Nacht.
Nami seufzte noch einmal und richtete sich dann langsam auf. Es hatte keinen Sinn darüber nachzugrübeln, keinen Sinn sich Gedanken über eine Sache zu machen, die sowieso nie eintraff.
Bedächtig ging sie vom Deck hinunter in ihre Kajüte und betrachtete ihr Bett. Es hatte keinen Sinn! Sie würde sowieso nicht einschlafen können, das wusste sie genau. Seit der Sache vor zwei Tagen fiel es ihr schwer zu schlafen, ja sogar an etwas anderes zu denken als an . .

Ein leises Geräusch ließ sie zusammenfahren. War da nicht gerade etwas vor ihrer Kajüte gewesen?! Leise öffnete sie die Tür und spähte hinaus.
Doch da war nichts, zumindest nichts, was sie im Halbdunkeln hätte erkennen können. Seufzend streckte sie den Kopf zurück in ihr Zimmer und legte sich schließlich doch auf ihr Bett. Auch wenn sie nicht würde einschlafen können, wenigstens war es einfacher als zu stehen. "Ich verdammter Idiot!", knurrte sie leise, "ich sollte beim wesentlichen bleiben . . . beim Geld!"
Und darauf versuchte sie sich nun auch zu konzentrieren, dachte an die wunderschöne Farbe die 100.000 Berry Scheine, an das wunderschöne Klingen der Berry-Münzen, an das geheimnisvolle Lachen von . . .nein!!!!
Schon wieder, ich kann es einfach nicht lassen! Leise stöhnte sie auf. Wären die letzten zwei Tage doch bloß nie passiert, wäre doch bloß alles beim Alten geblieben. Aber nein, Gott schien sie wirklich zu hassen! Denn wie sonst hätte sie sich in so einen Kindskopf verlieben können, der ihr nun nicht mehr aus dem Kopf ging, ja, stattdessen jede freie Minute ihres Seins für sich einnahm.

Wenn sie nur an diesen Moment vor zwei Tagen dachte, ein eiskalter Schauer lief ihr über den Rücken, wie nah er ihr doch gewesen war. Sie erinnerte sich an jede einzelne Kleinigkeit! Den Blick seiner durchdringenden Augen, seine weiche Haut, seine starken Arme die sie hielten, das wunderbare Lächeln mit dem er sie bedacht hatte . ..
Nami schüttelte den Kopf und versuchte jene Gedanken zu vertreiben.
Das Erlebnis war einmalig und nicht wiederholbar, sie musste endlich davon loslassen.
Auch wenn sie sich nach Liebe und Geborgenheit sehnte, nach dem Gefühl von jemanden einfach nur ihrer Selbst willen geliebt zu werden, sich einfach fallen lassen zu können . ..
Jemanden voll und ganz vertrauen zu können . .

Naja, obwohl, vertrauen konnte sie eigentlich allen auf diesem Schiff, da war sie sich sicher. "Es ist zum Verrückt werden!", erklärte sie der Wand, "warum passiert das gerade mir?" Sie blickte noch einmal hinauf zur Decke.
"Warum mir..." Eine Träne lief ihr über die bleiche Wange hinab zu ihren Kinn und weiter ihren Hals hinunter. Nami lächelte leise und schloss die Augen. Was würde sie dafür geben, wenn diese Träne sein Mund wäre.. .

Sonnenstrahlen glitzerten durch die Fensterscheibe hinein und fiehlen auf das Bett in dem Nami noch immer tief und fest schlief.
"Nami-Schatzi!!!!!!!!!!!! EEEEEEEEEESSSSSSSSSEEEEEEEEENNNN!!!", dröhnte da die ohrenbetäubende und zugleich unglaublich nervende Stimme von Sanji durch den Gang.
"Was is' los?", murmelte Nami gähnend und setzte sich auf. Verwirrt schaute sie sich um, hatte sie etwa geschlafen! Noch einmal drang sanjis gellender Schrei an ihr Ohr und sie seufzte und wischte sich mit dem handgelenk über die Augen. Ich hab' wohl keine andere Wahl, dachte sie missmutig und schwang ihre Beine aus dem Bett hinaus. Langsam tappte sie zu dem Spiegel, der genau neben ihrer Tür angebracht war, ein altes Geschenk von Bellemere.

Nami erschrack als sie das Bild im spiegel sah. War das wirklich sie, diese Person mit den roten Augen und den etwas gequollenen Backen.
Oh no, ich hab doch nicht soo viel geweint, erklärte sie ihrem Spiegelbild niedergeschlagen, doch dieses schien nichts erwiedern zu wollen.
Dummes Ding, murmelte sie noch einmal und begann sich fertig zu machen. Nachdem sie mit kalten Wasser ein paar mal über ihre Augen gegangen war wirkten diese gar nicht mehr so rot wie vorher. Gott sei dank, dachte sie nur, was hätte ER wohl von mir gehalten.

"Namilein, bist du wach? Es gibt Früüüüüüühstück!", sprach plötzlich eine Stimme hinter ihrer Tür.
Oh nein, nicht der Irre schon wieder! "Ja Sanji, ich komme gleich!", gab sie süßlich zurück.
"Okay Nami-Mausi!", erscholl es in Sanjis üblichen, übertriebenen Zwitschertonfall, "ich geh schon mal in die Küche Spatzilein!"
Nami starrte entgeistert mal wieder die arme Wand an. Wie hält Vivi das nur so locker aus, fragte sie sich, ich bin so oft kurz davor ihm eine reinzuhauen und ihr scheint das gar nichts auszumachen.

Sie hörte Sanjis tänzelnde Schritte sich entfernen und stieß nun endllich die Tür zu ihrer Kajüte auf.
Im Gang herrschte ein düsterer Lichtton, da das einzige Licht von einem kleinen Fenster in der Tür zum Achterdeck zu kommen schien. Mit unsicheren Schritten ging Nami auf die Tür zu, straffte sich jedoch, als sie die Klinke in die Hand nahm. Es sollte schließlich nicht jeder sehen, dass etwas mit ihr nicht stimmte.
Vollkommen gefasst öffnete sie die Tür, nur um gleich darauf fassungslos auf das Treiben dahinter zu starren. Sanji jagte Ruffy, der einen Bauch so groß wie eine Tonne hatte, quer übers Deck, in der Hand eine Bratpfanne und einen Kochlöffel.
"Ruffy hat Sanjis Portion gegessen, während jener dich holen gegangen ist!", erklärte Vivi, die am Geländeer stand und dem Treiben unter sich intressiert zusah. Sanji und Ruffy umkreisten derweil den Hauptmast und Nami hoffte, dass jener dieser Umrundung standhalten würde.
Nami schlug sich mit der Hand an die Stirn, "ich glaub ich geh was essen!", erklärte sie und machte sie auf den Weg zur Kombüse.
"Okay, bis später!", rief Vivi ihr nach, bevor sie wieder ihren Blick nach unten richtete und lachte.
Sanji hatte Ruffy mittlerweile eingeholt, der scheinbar über seine eigenen Füße gestolpert war und machte sich nun daran seinem Kapitän anschaulich zu demonstrieren, was er vom Essenklauen hielt.
Der kleine Chopper hatte mittlerweile seinerseits angefangen die Beiden zu umkreisen und Sanji Tipps zu geben, wie er am Besten zuzuhauen hatte, ohne bleibende Schäden zu hinterlassen.
Lysop saß 10 Meter weiter und gab seinen üblichen, dämlichen Senf dazu, während er an einem Stück Holz herumschnitzte.

Manchmal frage ich mich echt, womit ich das verdient habe!, stellte Nami fest und öffnete die Kombüsentür, wieso hab ich mir nicht Piraten mit mehr Grips ausgesucht?
Die Kombüse war praktisch leer, bis auf Karou, die in einer Ecke saß und einen kleinen Cocktail schlürfte und Zorro, der seinerseits an einer Falsche Bier hing.
Beide waren scheinbar zu sehr in ihrem Getränk vertieft, als dass sie sie bemerkten. Ist vielleicht auch besser so, dachte sich Nami und nahm sich den letzten verbleibenden Teller mit "Hummer à la Nami" und ging langsam auf Zorro zu.
Dieser zeigte keinerlei Reaktion, als Nami sich neben ihn setzte, etwas was ihr einerseits Recht, andererseits auch wieder nicht ganz so recht war.
Verstohlen musterte sie ihn von der Seite. Beobachtete wie sich sein Mund bei jedem Schluck genüsslich verzog, wie seine Muskeln sich bei jeder Bewegung regten und schließlich wie das Hemd sich auf seiner Brust spannte, als er den letzten Schluck Bier trank.
Zufrieden stand er auf und Nami war schon etwas enttäuscht, doch er schien sich nur eine weitere Flasche holen zu wollen und erweckte nicht den Anschein zu gehen.

Gelassen lehnte sie sich zurück und beobachtete ihn. Sein Rücken war unglaublich breit und nami dachte versonnen, dass jener geradezu ideal zum anlehnen sei, als ihr Blick auf seine Schwerter fiel.
Das Mittlere war das schönste und mächtigste, da war Nami sich sicher.
Mit jenem hatte er sie gerettet, mit jenem hatte er den Kopf dieses verfluchten Piratenkapitäns abgeschlagen, der Nami entführt und sie zu seiner Frau hatte machen wollen.
Sanji und Ruffy hatten ihm zwar geholfen, aber das interessierte Nami ziemlich wenig, wichtig war nur, dass er sie daraufhin in seine Arme genommen und hinüber auf die "Flying Lamb" gebracht hatte.
Zorros Arme waren ihr wie der Himmel vorgekommen und sie war fast schon sauer gewesen, als sie ihn hatte aufgeben müssen.

Sie hatten seitdem das Thema nicht mehr erwähnt, ja, waren während der letzten zwei Tage niemals alleine in demselben Zimmer gewesen, das hatte Sanji zu verhindern gewusst. Jener kochte seit diesem Tag vor wut, weil es seiner Meinung nach seine Aufgabe gewesen sei, sie aus den Klauen des Piraten zu befreien, aber eigentlich war Nami froh, dass dem nicht so gewesen war. Ihr wäre zwar einiger Kummer erspart gewesen, denn so hätte sie niemals hinter Zorros eisige Fasade blicken können und sich in ihn verliebt, dennoch war es ihr lieber als die Grabschereien, die sich der Schiffskoch bei einer Rettungsaktion bestimmt geleistet hätte.

Sie sah wie Zorro aufstand und wendete rasch den Blick ab, um nicht den Anschein zu erwecken, ihn beobachtet zu haben. Fröhlich pfeifend kehrte Zorro an den Tisch zurück, mit einer Flasche Bier in jeder Hand.
Diesmal setzte er sich ihr jedoch gegenüber und stellte ihr eine Flasche Bier hin. Nami sah überrascht auf. "Hier, für dich!", erklärte Zorro ohne Nami dabei anzusehen, "du hast doch sicher auch Durst."
Leichte Röte lag dabei auf seinen Wangen, doch Nami war sich nicht sicher, ob jene nun vom Bier oder aus Verlegenheit kam. Bei ihr war es eindeutig Verlegenheit, als sie "Danke" murmelte und nach dem Bier griff.
Sie nahm einen großen Schluck und verschluckte sich natürlich sofort. Als sie aufhörte zu husten und aufblickte, sah sie in Zorros breites Grinsen.
"Das müssen wir wohl noch üben!", stellte er fest.

Nami grinste nun ebenfalls schief, in Wirklichkeit wünschte sie aber, dass sich die Hölle unter ihr auftat und sie verschluckte, und zwar bitte ein bisschen plötzlich!
"Scheint so," murmelte sie und starrte trübsinnig in ihre Flasche. Als sie aufsah, entdeckte sie, dass Zorro sie die ganze Zeit über beobachtet hatte.
"Is' was?", maulte sie, doch ihr Herz hüpfte derweil im Kreis, warum beobachtete er sie denn?
"Nö!", erklärte er und sah sie weiterhin aufmerksam an.
Nami, der die Sache mittlerweile leicht unangenehm war, fauchte ihn an, "dann glotz nicht so blöd!"
"Ich glotz nicht blöd, zicke!", erwiderte Zorro erbost.
"Von wegen, Schwertheini, du glotzt als hättest du noch nie im Leben eine Frau gesehen!"
Zorro sah sie einen Moment lang überrascht an, dann lachte er laut auf.
Nami sah ihn völlig perplex an, was hatte er denn plötzlich.
Zorro sah sie an und ihre offenkundige Verwirrtheit ließ ihn nur noch lauter und herzhafter lachen.
"Eine Frau?!", gluckste er, "das kannst du vielleicht Sanji weiß machen, aber mir doch nicht!"

Nami stand wie vom Blitz getroffen da. Was dachte sich dieser komische Idiot eigentlich, dass er sie einfach auslachte? Keine Frau, pah, der hatte doch keine Ahnung und in so einen Volltrottel hatte sie sich auch noch verliebt!
Nami war sich einen Moment lang nicht sicher, ob sie nun weinen oder schreien sollte.
Sie entschied sich für schreien und brüllte Zorro an, was er sich denn dabei dachte, doch dieser lachte nur noch lauter.
Jetzt reichts, dachte Nami erbost, nahm ihre Bierflasche stand auf und ging um den Tisch herum auf Zorro zu, mit dem festen Willen, ihm jene über den Kopf zu schütten. Zorro lachte immer noch, als sie auf ihn zu kam, auch wenn er ihre Absicht bestimmt schon erraten hatte.

Nami hob trotzig den Arm mit der Bierflasche über Zorros Kopf, als dieser urplötzlich ernst wurde.
Dann ging alles ganz schnell, Zorro umfasste Namis Handgelenk, schleuderte gleichzeitig deren Bierflasche zur Seite und drehte ihr Handgelenk so, dass Nami das Gleichgewicht verlor und sich schließlich auf Zorros Schoß liegend wiederfand.
Jener hielt noch immer ihr Handgelenk in einem eisigem Griff und sah auf das überraschte Mädchen auf seinem Schoß herab.
Namis Herz begann Purzelbäume zu schlagen, als sie spürrte wie nahe sie ihm war. Der moschusartige Geruch gepaart mit einem leichten Hauch von Bier umwehte sie, die grünen, durchdringenden Augen taxierten sie und die schöngeformten Lippen zogen sie unwillkürlich in ihren Bann, als er begann zu sprechen.
"Scheinbar müssen wir nicht nur das trinken üben!", raunte er leise, während sein warmer Atem ihre Haut kitzelte und ihr wollige Schauer den Rücken herunterliefen. Nami schluckte und sah Zorro unverwand an.
Sein Blick wurde intensiver und auf seinem Raubtierhaften Gesicht erschien ein leichtes, freches Lächeln.
Seine freie Hand näherte sich plötzlich Namis Gesicht und strich ihr über die Wange.

Nami konnte die Spannung kaum noch aushalten, ihr Herz vollführte mittlerweile eine Olympiade im Hochsprung und ihre Lippen schmerzten, verlangten nach den seinen. Ihr Atem ging stoppend und hätte Chopper sie in dem Moment gesehen, so hätte er wohl vor einem drohenden Herzimfakt gewarnt.
Doch Chopper war weit weg, meilenweit weg, jetzt gab es nur noch sie und Zorro. Selbst Karous anhaltendes Schlürfen kam ihr wie weit entfernt vor.
Sie wollte nur noch eins -ihn! Es gab nichts, was sie sich momentan sehnlicher auf der Welt wünschte, selbst die größten Goldschätze hätte sie für diesen Moment gegeben . . naja, vielleicht nicht unbedingt die allergrößten, es war ja schließlich Geld!
Zorro schien ihre inneren Qualen zu bemerken und verharrte deshalb noch einen extra langen Moment, bevor sich sein Gesicht endlich dem von Nami näherte. Nami schloss zitternd die Augen, riss sie im nächsten Moment jedoch im jehen Schrecken wieder auf, als die Tür zur Kombüse aufgerissen wurde und ein vor sich hin murmelnder Ruffy den Raum betrat.
Nami, die Zorro vor Schreck hatte fallen lassen, rappelte sich gerade mühsam vom Boden auf und hielt sich den Kopf.

"Ruffy, kannst du nicht mal anklopfen, wie normale Menschen?!", schrie Zorro und sah seinen Kapitän wütend an.
"Nö!", tröttete Ruffy und glotzte Zorro mit völlig verbeulten Gesicht an, "kann ich nicht!"
Nami seufzte und stand nun vollendens auf.
"Au mein fuß", stöhnte sie leise und sah Zorro säuerlich an, "jetzt weiß ich noch was, was wir üben sollten!"

Kaum war die Tür ihrer Kajüte zugefallen, lehnte sich Nami seufzend dagegen und sank in die Knie."Oh man, Ruffy du Idiot!", knurrte sie und umfasste ihre Knie mit den Armen.
Was wohl passiert wäre, wenn Ruffy nicht dazwischengegangen wäre.
Hätte Zorro sie tatsächlich geküsst oder hätte er sich nur zu ihr runtergebeugt, um sie wieder auszulachen?
Zuzutrauen wäre es ihm ja, aber dennoch lag da dieser Ausdruck in seinem Augen . . war das alles nur Fassade gewesen, nur eine weitere Möglichkeit um sie auszulachen und mit ihr zu streiten?
Nami stöhnte und ließ ihren Kopf in den Nacken fallen. Männer! Welcher Idiot hatte Gott geritten, jene zu erfinden!
Ächzend stand sie auf und ging zu ihrem Bett. Und sowas schon am frühen Morgen!, durchfuhr es sie und mit einem Seufzer ließ sie sich auf ihr Bett fallen. Es war ja so schön weich und warm, langsam schlief sie ein, vielleicht mag mich Zorro ja doch, dachte sie noch seelig, bevor sie im Reich der Träume verschwand.

~~~~~~~Nami's Traum~~~~~~~~~~

"Nami, kommst du?", rief der grünhaarige Kerl lachend und lief weiter.
"Klaro, ich komme!", antwortete Nami, ebenfalls lachend und hatte Zorro bereits nach einigen Schritten eingeholt.
"Meine schnelle, kleine Maus,"lächelte dieser, hob Nami auf seine Arme und
wirbelte sie durch die Luft.
"Hör auf!", quietschte diese und ließ sich lachend auf die Wiese fallen.
Zorro kniete sich neben sie und sah sie zärtlich an. Plötzlich regneten 100.000 Berry-Scheine auf sie nieder und Zorro streichelte ihr langsam und behutsam über die Wangen. Sachte senkten sich seine Lippen auf die ihren, doch bevor es zum Kuss kam, erschien plötzlich ein roter Ruffyteufel und nahm ihr Zorro weg.
"Ruffy, du Trottel hör auf!", schrie Nami wütend, "hör sofort auf . . ."

~~~~~~~~~~~Traum Ende~~~~~~~~

"Ruffy, hör auf!", keuchte Nami und schreckte in ihrem Bett auf.
Neben ihrem Bett stand Zorro und sah sie mit gehobener Augenbraue an.
Namis Gesicht begann sofort einer Tomate zu konkurieren und ihre Hände krallten sich an ihrer Bettdecke fest.
Auch Zorro schein leicht nervös zu sein.
"Öhm, Sanji schickt mich dich zum Essen zu holen," erklärte er, "und ähm . .danach könnte ich dir ja vielleicht etwas kämpfen beibringen .. das solltest du nämlich . . ähm . üben!"
"Danke Zorro, das ist wirklich . . nett!", murmelte Nami, deren Gesicht mittlerweile wie Feuer brannte.
"Ich geh dann jetzt, bis gleich!", erleuterte Zorro und war auch schon verschwunden.
Er schien auch ziemlich nervös zu sein, stellte Nami zufrieden mit der Welt fest, vielleicht ist da ja doch mehr als ein Theaterspiel.
Sie sah noch einmal zufrieden die berühmte Wand an und drückte dann die Klinke ihrer Tür hinunter und verschwand ebenfalls in Richtung Kombüse.
Zurück blieb nur eine einfache Holzwand, die sich ihren Teil dachte . . .

Die Schiffsküche platzte aus allen Nähten und Nami kam sich vor wie im Zirkus, als sie jene betrat.
Sanji war mal wieder dabei Ruffy mit seinem Kochlöffel zu taxieren, Lysop erzählte mal wieder allen, die es nicht hören wollten von seinen sogenannten Abenteuern, Chopper saß mit Karou in einer Ecke und schlürfte Cocktails, Vivi hörte Lysop angestrengt zu und Zorro saß mit seinen Schwertern in einer anderen Ecke und aß sein "Chili con Vivi".
"Nami-Mausi!!!!", kreischte Sanji, kaum dass er Nami sah und Ruffy benutzte den Moment der Ablenkung zum Frontalangriff auf die Götterspeise.
"Ruffy, du Trottel! Flossen weg!", schrie Sanji noch, jedoch weilte die Götterspeise schon nicht mehr unter den Lebenden.
"'sch hab nüx g'mascht!", erklärte Ruffy mit Unschuldsmiene, ihm entging jedoch, dass sein Körper mittlerweile die Form der Götterspeise angenommen hatte.
"Och noin, unser Kapitän war natürlich wie immer unschuldig!", höhnte Sanji und starrte Ruffy wütend an.
Nami lächelte nur und zwängte sich auf die Bank neben Vivi.
"Hier Namilein, dein Essen!", flötete Sanji und hüpfte auf sie zu.
"Hey, wieso bekommt Nami so viel?!", beschwerte sich Ruffy und stierte gierig auf Namis Teller. "Weil sie ein Mädchen ist!", fauchte Sanji und stellte den Teller vor ihr ab.
"Du kannst es haben Ruffy, ich hab keinen Hunger!", beschwichtigte Nami die Beiden und schob Ruffy ihren Teller hin.
"Danke Nami," nuschelte Ruffy, der schon beim Essen war.
"Mein Namilein ist ja soooooo großzügig!", säuselte Sanji und schaute Nami schon wieder mit diesem dämlichen Grinsen an, das sie so hasste.
Als Nami zu Zorro sah, begegnete ihr sein forschender Blick, der sie schnell wieder wegschauen ließ.
"Man bin isch voll!", rülpste Ruffy plötzlich und zwängte seine Meterwampe unter dem Tisch hervor.Vivi lachte leise, als sie seine Ballonförmige Gestalt sah. Lysop, fest davon überzeugt, dieses Lachen ginge auf seine gerade erzählte Geschichte zurück, schwoll vor Stolz an und begann die nächste.
Nami lächelte gequält, begegnete schon wieder Zorros durchdringenden Blick und entschloss sich, dass es für sie und ihre Lebenserwartung wohl besser wäre vor die Tür zu gehen.


Erleichtert schloss sie dir Tür hinter sich und trat an das Geländer. Frische Seeluft umwehte ihre Nase und sie schloß die Augen, um diesen Moment der Ruhe einzufangen. Die Tür hinter ihr ging leise auf und zu.
Ruffy, dachte Nami sich und stellte sich vor, wie ihr dicker Kapitän versuchte sich durch die Tür zu quetschen. Unwillkürlich musste sie lächeln.
Doch es war nicht Ruffy, der durch die Tür gekommen war, was ihr gleich darauf der warme Atem bewies, der plötzlich ihren Nacken streichelte.
Überrascht fuhr sie auf, sie wusste genau wer hinter ihr stand.
"Nun, bereit für eine kleine Übungseinlage?", raunte ihr Zorro zu und Nami konnte den Körper hinter ihr fast schon spüren.Sie bekam eine Gänsehaut.
Übungseinlage? Nami schluckte. Die Gedanken die ihr jetzt durch den Kopf gingen waren alles andere als Jugendfrei.
Zorros Lachen, leise und rauchig, hielt sie von weiteren Überlegungen ab.
"Eine Übungseinlage im kämpfen, meine ich natürlich!", erklärte er schelmisch.
Nami merkte wie ihr Kopf, wie schon mehrmals an diesem Tag, knallrot wurde, " ja, natürlich!", stotterte sie.
Leise lachend entfernte sich Zorro nun von ihr und ging aufs untere Deck.
Ich Idiot!, beschimpfte sich Nami, wie kam ich nur auf all das andere Zeug, natürlich meinte er das kämpfen!
Wütend ballte sie ihre Fäuste und folgte Zorro dann schnell auf das untere Deck.

"Okay, DAS ist ein Schwert!", erklärte Zorro und sah Nami dabei frontal an.
"Soweit war ich auch, danke schön!", gab Nami patzig zurück.
Zorro hatte ihr scheinbar nur angeboten das Kämpfen beizubringen, damit er sie weiter demütigen und schikanieren konnte.
"Na wenn du das schon weißt, dann fang!", gab Zorro zurück und schmiss ihr das Schwert entgegen.
Oh verdammt, fluchte Nami innerlich und fing mehr schlecht als Recht das zugeworfene Schwert auf.
"Gut und jetzt parriere!", schrie Zorro und stürmte, selbst ein Schwert in der Hand auf Nami zu.
Oh scheiße, konnte Nami grade noch denken, bevor Schwert auf Schwert knallte und das ihre in hohem Bogen von ihr weg auf den Boden fiel.
Sie wäre ebenfalls zu boden gegangen, hätte Zorro sie nicht mit einem Arm aufgefangen.
"Zorro, das war gemein!", keuchte Nami und sah Zorro böse an.
Dieser grinste jedoch nur und dieses Grinsen verursachte Nami dazu sich Zorros Gegenwart mehr als bewusst werden zu lassen!
Sie spürte die harten Muskeln die sie hielten, der stählerne Oberkörperder vor ihr aufragte und natürlich der typische "Zorro-Blick", der ihr das Blut in den Adern gefrieren ließ. Und zugleich wurde ihr leider auch bewusst, wie ungemütlich die momentane Stellung doch für sie war.
Zorro schien das ebenfalls zu bemerken, denn er zog Nami mit einem Seufzer auf die Beine und sah sie an.
Nami zitterte, teils von der eben erlebten Situation, teils von dem Blick, den Zorro ihr zuwarf.
Dieser zog sie langsam an sich.
"Noch Lust zu trainieren!", fragte er frech, doch seine Stimme klang belegt.
Nami konnte nicht antworten. Sie war nicht in der Lage zu sprechen, geschweige denn klar zu denken. Hier stand sie, mit Zorro, und er hatte sie an sich gezogen!!! Nami wusste nicht, ob sie sich darüber wundern oder freuen sollte, sie entschloss sich einfach für Beides und genoss zudem die Wärme und das unglaubliche Gefühl von Geborgenheit, das Zorro in ihr weckte.
Sie schaffte es gerade noch so ein Kopfschütteln herauszubringen.
Zorro lächelte erleichtert, scheinbar war er sich wohl doch nicht zu 100% sicher gewesen, wie die Antwort ausfallen würde. Er bedeutete ihr zu folgen und ging geradewegs auf die Kombüse zu. Was will er denn jetzt da, dachte Nami enttäuscht, dachte dieser Typ jetzt etwa ans Essen?
Doch Zorro ging an der Kombüse vorbei hinüber zu der kleinen Strickleiter, die in den Obstgarten führte.
Nami seufzte erleichtert, doch zu ihrem Verderben so laut, dass Zorro sie hören konnte. "Dachtest du ich möchte was Essen gehen?!", feixte er und grinste als ihm Namis Rotwerden die Antwort lieferte.
Namis Gesicht glühte schon wieder, wie schaffte dieser Kerl es nur immer wieder sie in diese Lage zu bringen?Von ihm aufgefordert stieg sie die kleine Strickleiter hinauf, die in ihren Garten führte. Die groben Stricken schnitten ihr in die Haut, doch das störte sie in diesem Moment wenig.
Sie nahm soqieso alles verschwommen war, bis auf sichselbst und natürlich Zorro.
Sie wartete, bis auch er die Strickleiter emporgeklettert war und dicht neben ihr stand.
Namis Herz begann zu klopfen, als plötzlich schräg unter ihnen die Kombüsentür aufschlug!
"Blöder Abwasch!", beschwerte sich Ruffy lauthals. "Genau, saublöder Abwasch!", pflichtete Lysop ihm bei.
Namis Herz klopfte mittlerweile so schnell, dass sie Angst hatte, dass die Beiden sie hören könnten.
Ängstlich sah sie Zorro an, schon darauf vorbereitet, dass ihre Anwesenheit bemerkt werden würde!
Oh, was hätten sie zu erklären und sich anzuhören.
Doch Zorro lächelte nur und legte seinen rechten Zeigefinger auf Namis Lippen. Sofort spürte Nami wieder das altbekannte Leuchten und ihre Lippen pulsierten. Geräuschlos nahm Zorro ihre Hand und führte sie zum hinteren Ende des Gartens.
"Keine Angst, die merken schon nichts!", beruhigte er Nami, doch deren Puls war nicht nur wegen der 2 Vielfresser unten, sondern vor allem, wegen dem Mann neben ihr auf 180.
Wie schon unten war sie sich dessen Anwesenheit plötzlich deutlich bewusst.
Sie hörte seinen Atem, der wie ihrer schneller ging als sonst, sie spürte auch bei ihm Nervosität, zwar kleiner als ihre aber immerhin vorhanden und sie spürte die Wärme seines Körpers, die sie fast umhüllte.
"Nami . . ", hörte sie ihn plötzlich in ihr linkes Ohr flüstern, sie hatte bis dahin gar nicht gemerkt, dass er sich zu ihr heruntergebeugt hatte.
Nami lief ein schauer den Rücken herunter, als er sie schließlich auf die Arme nahm und sanft unter einen Orangenbaum legte.
Nami erschrack, wollte er etwa . . alles?!
"Zorro, ich weiß nicht ob . . . ich mein ich will nicht . . .", stotterte sie leise.
Zorro ließ sich neben ihr nieder und schaute sie lange an. Sanft streichelte er ihr über die Wange, woraufhin ihr Herz einen Marathon gewann.
" Nami", meinte er leise und küsste ihren Hals woraufhin ihr ein leises Keuchen entwich, "denkst du wirklich ich würde etwas machen, was du nicht willst?!"
Nami sah ihn an, seine Meeresgrünen Augen luden praktisch zum Ertrinken ein, "nein," hauchte sie und ein unglaubliches Glückgefühl durchflutete sie, "das glaube ich nicht!"
Zorro lächelte sie an und Nami schloss langsam die Augen. Sekunden später spürte sie Zorros Lippen, die sich zärtlich auf die ihren pressten.

Nein, dachte sie noch, nein du würdest niemals etwas tun, was ich nicht wollte, denn ich weiß, dass du mich liebst!


                                                        

 

 



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